Das Projekt

Was ist die Idee von The Hand Project (Helping Hands)?
Es wird geschätzt, dass weltweit mehr als 1.000.000 Menschen durch Landminen, Unfälle oder angeborene Defekte mindestens eine Hand verloren haben. Allein durch Landminen stirbt alle 20 Minuten ein Mensch  oder wird bei der Explosion verstümmelt.
Die Schätzungen belaufen sich auf
110 Millionen aktive Landminen weltweit.
Gerade Kinder sind die Opfer, da sie diese Landminen während des Spiels oder Tiere hüten aufheben…

In den Entwicklungsländern gibt es kaum eine ausreichende medizinische  Versorgung und schon gar nicht High Tech Prothesen.
Die Idee von
The Hand Project (Helping Hands) ist es, möglichst jedem dieser verletzten Menschen eine vollkommen kostenfreie Handprothese zur Verfügung zu stellen. Und anders als bei Spenden von Geld oder Nahrung, gibt es bei diesem sozialen Programm keine Chance, die zusammengebauten Hände für etwas anderes als für ihren vorgesehenen Zweck zu verwenden. Das Konzept von The Hand Project, von der Forschung und Entwicklung über Herstellung und Qualitätssicherung bis zur Verteilung durch Rotary International verhindert „Schwarzmarkt-Geschäfte“ und eine missbräuchliche Verwendung.

Wie hat Helping Hands begonnen?
Begonnen hat alles im Jahr 2006 als der Amerikaner Ernie Meadows auf Grund eines privaten Schicksalsschlages die Idee hatte, eine funktionelle Handprothese für Kinder und jugendliche Landminenopfer zu entwerfen. Von der ersten Idee bis zum Prototypen und der Serienherstellung war es noch ein beschwerlicher Weg… aber heute organisiert die Ellen Meadows Prosthetic Hand Foundation die Herstellung und kostenlose Verteilung der Handprothesen . Seit dem sind mehr als 30.000 Helping Hands in mehr als 80 Ländern weltweit KOSTENLOS verteilt und angepasst worden.

Wie sieht eine Handprothese aus?
Jedes Helping Hand – Kit besteht aus ca. 30 Einzelteilen, aus Kunststoff und Metall. Daraus wird eine einfache mechanische Handprothese zusammen gebaut. Die Handprothese kann durch ihre einfache Konstruktion für Kinder und Erwachsene verwendet werden. Und sie kann wahlweise als linke oder rechte Helping Hand verwendet werden. Die Hand  ist extrem robust und wartungsarm, abwaschbar und stoßfest. Die Finger lassen sich einzeln bewegen und fixieren und durch einfaches antippen auch wieder entsperren. Der Haltearm und die Klettbänder sorgen später für ein einfaches Anlegen der Prothese. Wichtig ist dabei, dass jeder Empfänger der Helping Hand das auch ganz alleine ohne fremde Hilfe kann.
Wie wird Helping Hands bisher finanziert?
Das Helping Hands Programm ist eine Partnerschaft zwischen gemeinnützigen Organisationen und privatwirtschaftlichen Firmen.
Die Ellen Meadows Prosthetic Hand Foundation (EMPHF), ist eine gemeinnützige Organisation in den USA. Sie forscht, entwickelt und stellt die Bestandteile die Handprothesen her. Das Odyssey Teams Incorporated in USA stellt diese Bestandteile für die einzelnen Bausätze
zusammen und versendet diese weltweit an die Partner.
In Deutschland werden die Helping Hands  im Augenblick nur von Firmen im Rahmen von Teambuilding Events
mit CSR (Corporate Social Responsibiltity) zusammengebaut und finanziert.
Die jede einzelne zusammengebaute Helping Hand geht nach dem Team Event zurück in die USA zur Qualitäts – und Funktionskontrolle. 
Die Verteilung auf den sogenannten „Fitting Days“ an die Empfänger übernimmt überwiegend
Rotary International oder auch andere gemeinnützige Organisationen.
Die Kosten für jede Helping Hand setzen sich zusammen aus den Bestandteilen der Prothese an sich, der Forschung und Entwicklung, Frachtkostenanteile, Zollgebühren, Lagerung und die Kosten für die Durchführung jedes einzelnen Team Events. Die Kalkulation für die Hände und die Teambuilding- Veranstaltungen soll kostendeckend sein, aber nicht gewinnorientiert.

Wie läuft ein Helping Hands Teambuilding Programm ab?
Es beginnt mit einer kleinen Präsentation, um den Teilnehmern eines Helping Hands Teambuilding Programm den Inhalt und Sinn der Helping Hands und den Ablauf der nächsten Stunden näher zu bringen. Für viele Teilnehmer bzw. Mitarbeiter eines Unternehmens ist anfangs gar nicht klar, worum es sich bei Helping Hands handelt und  wie groß der weltweite Bedarf an Handprothesen ist. Die einzelnen Teilnehmer sollen nicht nur ihren Verstand und Geschick einsetzen sondern auch mit persönlichem Verständnis und Empathie in den nächsten Stunden motiviert dabei sein.
Dann werden die Helping Hands- Kits an die kleinen, 3 – 4 köpfigen Teams ausgegeben. Aus ca. 30 Einzelteilen, mit einer simplen Gebrauchsanleitung und einfachen Hilfsmitteln baut jedes Team „seine“ Helping Hand zusammen. Die einzelnen Schritte müssen im Team besprochen und umgesetzt werden. Da oft 3 Hände notwendig sind, um die einzelnen Montageschritte durchzuführen, ist Kommunikation und gegenseitige Unterstützung ein ganz wichtiger Faktor für den gemeinsamen Erfolg. Jedes Teammitglied „arbeitet“ zudem nur mit einer Hand, die andere Hand ist während des Zusammenbaus nicht benutzbar… spätestens dann wird jedem nochmals sehr deutlich klar, was es in der Praxis bedeutet, mit nur einer Hand die einfachsten Tätigkeiten zu verrichten. Diese Situation am Konferenztisch hat natürlich nur sehr wenig mit dem realen Leben der Minenopfer zu tun, aber so hat schon jeder Mal eine Idee, wie es denn sein könnte… und warum eine Handprothese so einen enormen Wert für den Empfänger darstellt…
Ist die Handprothese fertig gebaut, kann jedes Team einen Funktionstest vornehmen: Greifen, schreiben, telefonieren, Schuhe zubinden, trinken… zu jeder Helping Hand gibt es eine kleine Transporttasche. Diese wird vom Team individuell bemalt und gestaltet. Außerdem wird ein kleiner Brief an den zukünftigen Empfänger irgendwo auf dieser Welt geschrieben und zusammen mit der Helping Hand in die Tasche gepackt. Dann wird noch ein Foto vom Team mit der Tasche  gemacht – und Tasche & Helping Hand geht auf die Reise. Zunächst zurück nach USA zum Qualitäts – und Funktionscheck.  Die Ellen Meadows Prosthetic Hand Foundation (EMPHF) kümmert sich dann zusammen mit den Rotariern, um die Verteilung überall auf dieser Erde. Auf sogenannten „Fitting Days“ werden die Helping Hands verteilt und angepasst. Oft kommen dort mehrere hundert Menschen zusammen, um „ihre“ Handprothese in Empfang zu nehmen. Ein berührender und bewegender Moment!
Bei der Übergabe der Helping Hands wird, sofern der Empfänger einverstanden ist, ein Foto mit der vorher bemalten Transporttasche gemacht. Dieses „Danke schön – Foto“ wird dann zurück nach Deutschland geschickt und dem Team geschenkt.


Ihr The Hand Project Event direkt anfragen!

Rufen Sie uns einfach an unter:
Tel.: 033702 60490
schreiben Sie uns eine
Email oder nutzen Sie unser Kontaktformular:

Kontaktieren Sie uns

Share by: